Die Bärentraubenblätter als Heilpflanze

01 Juni 2013

Die Bärentraubenblätter als Heilpflanze

Die Bärentraubenblätter ist eine sehr gute Heilpflanze für die Nieren.Die Bärentraube ist eine Heilpflanze, deren Wirkung als Entgiftungs- und Heilmittel der Nieren, vor allem aber der Blase und der ableitenden Harnwege schon lange bekannt ist. Daneben verwendet man die Blätter auch bei Husten und bei chronischen Durchfällen. Der Hauptinhaltsstoff ist das Arbutin. Daneben sind noch Gerbstoffe, Flavonoide und etwas ätherisches Öl in den Bärentraubenblättern enthalten.


Wichtig für die Wirkung des Bärentraubenblättertees ist die richtige Zubereitung


Durch einen Kaltansatz werden die wichtigen wirksamen Inhaltsstoffe ausgezogen, während die Gerbstoffe, die wegen der Magenbelastung und des unappetitlichen Aussehens nicht erwünscht sind, kaum aus dem Pflanzenmaterial extrahiert werden. Ein Kaltansatz wird folgendermaßen hergestellt. Die Bärentraubenblätter werden mit kaltem Wasser übergossen und einige Stunden zum Beispiel über Nacht bei Raumtemperatur stehen gelassen. Dann seiht man die Flüssigkeit ab, erwärmt und trinkt sie.

Allerdings sollte man den Tee - wie alle anderen Arzneitees auch nur für begrenzte Zeit zu sich nehmen, also so lange, bis die Beschwerden nach wenigen Tagen nachlassen. Als Tee für jeden Tag eignet sich der Bärentraubenblättertee nicht.





Bärentraube Zubereitung

Zur Zubereitung eines Tees aus Bärentraubenblättern werden 2,5 g der fein zerschnittenen oder grob gepulverten Blätter (1 Teelöffel entspricht etwa 2,5 g) mit siedendem Wasser übergossen und nach 15 Minuten durch ein Teesieb gegeben. Es muss jedoch beachtet werden, dass bei Wärmeeinwirkung die enthaltenen Gerbstoffe vermehrt in den Tee übergehen und den Magen reizen können. Auch der Geschmack des Tees ist durch die Gerbstoffe bitterer. Eine bessere Alternative besteht darin, die Blätter mit kaltem Wasser zu übergießen und 6-12 Stunden, unter gelegentlichem Umrühren, ziehen zu lassen. Dieser Kaltwasserauszug (Kaltmazerat) enthält zwar genauso viel Arbutin, jedoch weniger Gerbstoffe. Vom angewärmten Tee kann 3-4-mal täglich je eine Tasse getrunken werden. Bärentraubenblätter sollten während der Schwangerschaft und von Kindern unter 12 Jahren nicht eingenommen werden. Auch in der Stillzeit ist die Einnahme der Blätter nicht empfehlenswert, weil der Übergang von Arbutin bzw. Hydrochinon in die Muttermilch noch nicht untersucht worden ist. Bei schweren Leber- oder Nierenerkrankungen dürfen Bärentraubenblätter ebenfalls nicht eingenommen werden.Die Einnahme von Bärentraube über einen Zeitraum von mehr als einer Woche sollte nicht ohne ärztlichen Rat erfolgen. Die Anwendung sollte außerdem nicht häufiger als fünf Mal pro Jahr durchgeführt werden. Bärentraubenblätter sollten trocken, kühl und vor Licht geschützt aufbewahrt werden.



Bärentraube Dosierung


Bärentraubenblätter können als Tee oder in Form von Dragees, Tabletten oder Tropfen, die einen Auszug (Extrakt) aus den Blättern enthalten, eingenommen werden. Der Tee ist auch im fertig abgepackten Filterbeutel erhältlich, jedoch ist die Qualität bei loser Blattware in der Regel besser. Ein weiterer Minuspunkt der Filterbeutel ist, dass diese mit heißem Wasser aufgebrüht werden soll. Diese Vorgehensweise ist bei Bärentraube aufgrund der enthaltenen Gerbstoffe aber suboptimal (siehe unten). Ferner ist Bärentraube alleine oder in Kombination mit anderen Pflanzen in Tees der Gruppe Blasen-/Nierentees vertreten. In Kombinationstees ist der Anteil an Bärentraubenblätter jedoch häufig gering. Als mittlere Tagesdosis können bis zu vier Mal pro Tag jeweils 3 g Bärentraubenblätter bzw. 400-840 mg Hydrochinon-Derivate eingenommen werden. Die Einzeldosen (3 g) können bei Aufgüssen oder Kaltmazeraten jeweils mit 150 ml Wasser übergossen werden.



Bärentraube Wirkung

Die die Harnwege desinfizierende Wirkung von Bärentraubenblättern ist vornehmlich auf das Arbutin bzw. das Hydrochinon zurückzuführen. Arbutin ist aus chemischer Sicht ein Abkömmling des Hydrochinons, in alkalischem Milieu wandelt sich Arbutin in Hydrochinon um. Erst das gebildete Hydrochinon wirkt letzten Endes antibakteriell und desinfizierend auf die Harnwege. Ein alkalischer pH-Wert im Urin kann durch die Aufnahme von pflanzlicher Nahrung oder Natriumhydrogencarbonat (=Natron oder Natriumbicarbonat) erreicht werden. Die in den Blättern enthaltenen Gerbstoffe stabilisieren das Arbutin und haben zusätzlich selbst antibakterielle Effekte. Nicht eindeutig nachgewiesen ist neben der desinfizierenden auch eine harntreibende Wirkung von Bärentraubenblättern. Eventuell könnten die Flavonoide hierfür verantwortlich sein.



Bärentraube - Nebenwirkungen

Nebenwirkungen treten bei der Einnahme von Bärentraubenblättern nur selten auf. Bei besonders magenempfindlichen Personen kann es durch die Reizung der Magenschleimhaut durch die Gerbstoffe zu Übelkeit, Erbrechen und Magen-Darm-Beschwerden kommen. Bei Kaltansätzen werden weniger Gerbstoffe freigesetzt, was das Risiko für derartige Nebenwirkungen minimiert. In sehr seltenen Fällen konnten außerdem Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut wie Rötungen und Juckreiz beobachtet werden. Da die volle antibakterielle Wirkung von Bärentraube nur bei alkalischem Harn erreicht wird, sollten die Blätter nicht mit Medikamenten eingenommen werden, die den Harn sauer machen. Auch das Essen von Fleisch trägt eher zu einem sauren Harn bei.



Bärentraube - Anwendung

Bärentraube anwenden

Bärentraubenblätter werden in der Pflanzenheilkunde zur Behandlung von entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege verwendet. Richtig dosiert können durch die Pflanze beispielsweise Blasenentzündungen (Zystitis) und obere und untere Harnwegsinfekte behandelt werden. Unterstützend können Bärentraubenblätter auch bei Entzündungen der Schleimhäute der Blase und des Nierenbeckens (Katarrh) eingesetzt werden. Die Anwendung sollte bei alkalischem Harn erfolgen, da die bakterienabtötende Substanz aus den Blättern bevorzugt unter alkalischen Bedingungen freigesetzt wird. Um den Harn alkalischer zu machen, kann Natriumhydrogencarbonat (6-8 g/Tag) oder reichlich pflanzliche Nahrung eingenommen werden. Bärentraube war in der Antike und im Mittelalter noch vollkommen unbekannt und wird auch heute volksmedizinisch kaum bis gar nicht genutzt. In der Homöopathie verwendet man die frischen Blätter und jungen Zweigspitzen der Bärentraube ebenfalls zur Behandlung von Erkrankungen der Nieren und der ableitenden Harnwege



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