Das Totenbuch von Nick Drake

9. Juni 2013

Das Totenbuch von Nick Drake

Hallo meine Lieben
Schön das Ihr vorbei schaut

Heute wollte ich euch einen schönen Roman vorstellen. Das Totenbuch heißt der Roman und ist von dem Autoren Nick Drake geschrieben worden.


Das Totenbuch von Nick Drake
Das Totenbuch von Nick Drake
Titel : Das Totenbuch
Autor : Nick Drake
Preis: €  9,99 [D]
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 400
Erscheinung : 2010
Verlag: Weltbild
ISBN : 978 - 3 - 86800 - 291 - 1


Das Totenbuch von Nick Drake

Ägypten 1800 v. Chr.
Macht ist wie Feuer. Es verschlingt
alles. Und wenn es vorbei ist, dann
bleibt nur Asche übrig.

Nofretete - sie ist die mächtigste und schönste Königin im alten Ägypten. Mit ihrem Mann Echnaton regiert sie über ein Reich auf dem Gipfel von Ruhm und Einfluss. Gemeinsam haben sie eine prächtige neue Tempelstadt am Ufer des Nils gebaut. Und diesen Triumph zu feiern, haben sie Könige, Würdeträger und Herrscher der ganzen Welt zu sich eingeladen. Doch plötzlich verschwindet Nofretete. 

Rahotep, Oberermittler von Theben, soll Nofretete innerhalb von 10 Tagen finden und sie bis zur Feier zurückbringen. Falls er Erfolg hat, wird es ihm größte Ehre einbringen, sollte er scheitern, werden er und seine Familie sterben ...

Rahotep gehört zu den Medjai, die dafür verantwortlich sind den Pharao zu schützen und die Ordnung aufrechtzuerhalten. Eigentlich ist er Oberermittler in Theben. Doch nun erhält er den Auftrag nach Achet-Aton, der neuen Stadt die Echnaton und seine Frau Nofretete für den Gott Aton erbauen, zu gehen um dort ein Rätsel zu lösen. Noch bevor er den halben Weg mit einem Schiff auf dem Nil bewältigt hat, wird schon ein Mordanschlag auf ihn verübt. In Achet-Aton hüllt sich der dortige oberste Medjai in Schweigen. Rahotep soll von Echnaton persönlich das Rätsel genannt bekommen. Von Echnaton erfährt er dann, dass Nofretete seit zwei Tagen verschwunden ist. Das ist in Soweit eine Katastrophe, weil in zehn Tagen die Einweihung der Stadt stattfinden soll. Bis dahin muss die Königin gefunden werden. Sonst deutet das Volk ihre Abwesenheit als schlechtes Zeichen.

Also macht sich Rahotep auf die Suche nach der Königin. Denn für ihn geht es um Alles. Findet er die Königin nicht innerhalb der zehn Tage, wird nicht nur er sterben, sondern auch seine Frau und die drei gemeinsamen Töchter. Das Rätsel scheint verzwickt und niemand weiß wohin Nofretete verschwunden ist. Für Rahotep ist schnell klar, dass die Königin entführt wurde. Doch von wem? Von dem Priestern der anderen Götter, die Echnaton abgesetzt hat? Oder von reichen Bürgern? Nach zwei Tagen taucht eine Frauleiche mit verstümmeltem Gesicht in den Kleidern der Königin auf. Doch Rahotep kann sie als eine der Doppelgängerinnen der Königin identifizieren. Dann wird schon wieder ein Anschlag auf sein Leben verübt. Ist er dem Rätsel jetzt näher als je zuvor? Kann Rahotep rechtzeitig herausfinden wo die Königin ist und sie zurückbringen?



Das Totenbuch von Nick Drake

Zu Anfang zieht sich das Buch etwas, da der Protagonist sehr intensiv in das Leben damals einführt. Lässt man sich aber darauf ein, kann man die Hitze förmlich spüren, den Staub und die flirrende Luft. Mit einem mal packte mich das Buch und ich musste das Rätsel mit lösen. Der Autor gibt eine sehr plausibel klingende Lösung für die Geschichte um Nofretetes Erfolg. Ich konnte es bis zum Schluss nicht aus der Hand legen, das war unerwartet.

Rahotep selbst erzählt das Geschehen dieser Geschichte. Man sieht also alles durch seine Augen bzw. was er zu dem Fall so denkt und erlebt. Der Schreibstil ist sehr poetisch und manchmal muss man sich beim Lesen auch sehr konzentrieren. Was aber auch durch die ungewöhnlichen ägyptischen Namen kommt. Dafür hat man durch Rahoteps sehr ausschmückende Beschreibung einen sehr detaillierten Einblick in das Leben und die Landschaft des alten Ägyptens. Ich fand das sehr eindrucksvoll geschildert und nicht unrealistisch, wenn man Reiseberichte oder Filme im Fernsehen mit dem Beschriebenen vergleicht.

Die Geschichte beginnt für Rahotep sehr geheimnisvoll. Er soll in die neue Stadt von Echnaton reisen um dort ein Rätsel zu lösen. Es wird ihm aber nicht gesagt worum es geht. Das soll er erst vor Ort erfahren. Dann geschieht schon auf der Reise nach Achet-Aton der erste Mordanschlag auf Rahotep und spätestens jetzt ist ihm, und dem Leser natürlich auch, klar, dass es sich um eine gefährliche Sache handelt. Für Rahotep entwickelt sich der Fall nicht unbedingt zum Vorteil. Er soll die verschwundene Königin Nofretete finden, die übrigens in dem 12. Jahr der Herrschaft Echnatons tatsächlich von der Bildfläche verschwunden ist. Man nimmt an, dass entweder sie oder Echnaton gestorben ist. Vielleicht hat sie, wenn Echnaton verstorben ist, seine Stelle eingenommen, da sie seine Mitregentin war. Also beruht das Buch auf einem tatsächlichen Geschehen, das fiktiv gelöst werden soll. Der Autor hält sich auch an die Namen der berühmten Ägypter der damaligen Zeit. Es kommt nicht nur der junge Tutanchaton (später Tutanchamun) vor, sondern auch die sechs Töchter von Echnaton und Nofretete, der Gottesvater Eje (der später auch regiert hat) und Horemheb, der die Streitkräfte befehligt. Es wird also die historische Realität zu einer fiktiven Geschichte umgewandelt.

Während es für den Leser mit der ersten Nennung des Rätsels spannend wird, ist es eher gefährlich für Rahotep. Er hat nur zehn Tage Zeit. Findet er die Königin wird er reich belohnt. Findet er sie nicht wird nicht nur er sondern auch seine geliebte Frau und die drei Töchter zu Tode kommen. Diese belastenden Gefühle merkt man auch ganz genau in seinen Gedanken.Neben dieser Ermittlung gegen die Zeit, bringt aber auch das Rätsel was mit Nofretete passiert Spannung in die Handlung. Insgesamt war das Buch logisch aufgebaut und man kam wirklich bis zum Schluss nicht hinter die Lösung. Das Buch ist an einigen Stellen allerdings etwas brutal. Gerade wenn einige Personen im Umfeld Rahoteps oder Nofretetes umgebracht werden. Daher würde ich das Buch eher für Erwachsene als für Jugendliche empfehlen. Einige Ausdrücke sind auch recht derb. Man merkt eben an manchen Handlungsstellen einfach wen Rahotep gerade vor sich hat: Einen einfachen Arbeiter der bei der Fertigstellung der Stadt hilft oder einen Regierungsbeamten oder sogar den Pharao Echnaton selbst.

Das Buch ist sehr gut verarbeitet. Ich hatte wirklich schon öfter ein Taschenbuch von Weltbild. Die Kartons sind immer gut verleimt und sehr stabil. Sie bekommen auch fast keine Knicke. Daher finde ich den Preis wirklich günstig. Die Kapitel sind in diesem Buch nicht zu lang und erlauben ein bequemes Lesen. Die Schrift hat auch eine angenehme Größe. Allerdings sind die Seiten manchmal sehr eng bedruckt.Ich kann Euch das Totenbuch wirklich gut zum Lesen empfehlen. Es ist spannend und beschreibt das alltägliche Leben im alten Ägypten sehr anschaulich ohne überaus beschwerend zu sein. Nur an die poetische Ader von Rahotep muss man sich bei den Beschreibungen von Land und Leute am Anfang etwas gewöhnen.



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► Hat jemand von euch das Buch schon gelesen ??

► Würdet euch das Buch interessieren ??

► Wie gefällt euch das Buch ?? 

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