Tabu-Thema Verdauung

19 Oktober 2016


Tabu-Thema Verdauung


Mal unter uns : Wann kamt ihr das letzte Mal zufrieden und erleichtert von der Toilette ?? Wenn ihr zu den rund 16 Millionen Menschen in Deutschland gehört, die Schätzungen zufolge unter Obstipation ( medizinisch für Verstopfung ) leidet, ist das vermutlich schon ein Weilchen her. Denn heißt es im Darm '' rien ne va plus '' wird aus dem stillen Örtchen schnell die Kammer des Qualen. Im Darm drückt's, doch es kommt einfach nichts von dem, was uns belastet, ans Tageslicht. Woran liegt das? Und vor allem, wie werden wir es los?





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Gerät leicht aus der Balance der Darm

Fast jeder hat dann und wann mal mit einem trägen Darm zu kämpfen. Denn der Verdauungstrakt ist ein '' Gewohnheitstier ''. Für die meisten Menschen bedeutet dies, dass morgens früh der beste Zeitpunkt zur Erledigung des '' Geschäfts '' ist. Alltagshektik aber auch zum Beispiel Urlaubsreisen mit Zeitverschiebung bringen die Mitte aus dem Gleichgewicht und schon geht nichts mehr. Um den Darm auf Trab zu bringen, sind manchmal bereits kleine Maßnahmen hilfreich. So kann das Essen von getrockneten Früchten der Verdauung ebenso neuen Schwung verleihen wie körperliche Bewegung. Letztere ist insbesondere dann wichtig, wenn ihr zum Beispiel viel im Sitzen arbeitet ; Sport kurbelt nämlich auch die Betätigung der Darmmuskulatur an.






Essen für den Genuss und die Gesundheit




Wer zu Verstopfung neigt, sollte grundsätzlich auf eine ballaststoffreiche Ernährung setzen. Empfehlenswert ist etwa die Mittelmeerkost. Hierbei handelt es sich um einen köstlich - mediterranen Mix aus saftigen Früchten, Salat und knackigem Gemüse, kombiniert mit frischem Fisch, Geflügel, eher wenig rotem Fleisch und hochwertigen Pflanzenölen. Ein wahrer Genuss für alle Sinne, der gleichzeitig auch noch die Verdauung ins Gleichgewicht bringt. Komplexe Kohlenhydrate aus Kartoffeln, Vollkornteigwaren und Naturreis vervollständigen den appetitlichen Speiseplan. Als besondere Note solltet ihr reichlich Kräuter wie Basilikum, Oregano und Rosmarin einsetzen. Die schmecken nach Urlaub im Süden und regen zudem die Darmträgheit an. So schließt sich der Kreis. Leckeres Essen verzehren wir gern. Klappt es dann auch noch mit der Verdauung, schlemmen wir natürlich gleich noch ein wenig lieber.



Erst will man nicht, dann kann man nicht


Unsere Mitte reagiert eben sensibel. Auch auf  '' Druck von außen ''. Müssen wir den Stuhldrang mehrfach in bestimmten Situationen unterdrücken, verwirren wir die Nerven und Muskeln vor Ort, der Darm macht dicht. Weit über die geplante Zeitspanne hinaus. Nehmt euch deshalb, wenn möglich, die Zeit für einen Toilettengang, wenn ihr das Bedürfnis verspürt.


Übrigens : In hockender Stellung ( stellt eure Füße zum Beispiel auf einen kleinen Hocker vor die Toilette ) erleichtert es sich leichter, da der Darm in dieser Haltung nicht geknickt wird. Klappt's trotz aller Tipps & Tricks nicht mit der Entleerung, wird der Gang zum Klo schnell ein Kampf. Fachleute empfehlen, spätestens jetzt einzugreifen und den Darm mit einem gut verträglichen, zuverlässigen Abführmittel zu unterstützen. Als empfehlenswert gilt der Wirkstoff Bisacodyl, der im Dickdarm zum Einsatz kommt. Er weicht den Stuhl auf und regt die Muskulatur bzw. die natürliche Darmbewegung an. Experten zufolge kommt es bei bestimmungsgemäße Gebrauch des Laxans weder zu Elektrolytverlusten, noch wird der Darm bei längerfristiger Anwendung zur Trägheit verleitet.



Wie oft '' müssen '' ist eigentlich normal ?


Nicht jeder, der denkt, er leide unter Verstopfung, tut es wirklich. Die Häufigkeit eines '' normalen Stuhlgangs '' variiert zwischen dreimal täglich und dreimal wöchentlich. Nur weil ihr nicht jeden Tag '' könnt '', muss keine Obstipation vorliegen. Fühlt ihr euch jedoch trotz ballaststoffreicher Kost & Co. unangenehm gefüllt, ist die Einnahme von Dragées oder die Anwendung von Zäpfchen hilfreich.



Kleine Info zu der Obstipation

Die Obstipation lässt sich nach verschiedenen Dimensionen einteilen


nach Verlauf



  • akute Obstipation

  • chronische Obstipation



nach verursachendem Darmabschnitt

  • kologene Obstipation
  • anorektale Obstipation


nach Ursache


  • Reiseobstipation 
  • diabetische Obstipation 
  • idiopathische Obstipation ( Als idiopathische Erkrankungen werden alle Krankheiten mit nicht bekannter Ursache bezeichnet ) 
  • Als Ursachen kommen unter anderem in Frage
  • Fehlernährung (ballaststoffarme Ernährung) 
  • Mangelnde Flüssigkeitszufuhr 
  • Bewegungsmangel 
  • Stoffwechselstörungen (z.B. Diabetes mellitus, Hypothyreose) 
  • Störungen des Elektrolythaushaltes (z.B. Kaliummangel) 
  • Pathologische Obstruktion des Darmes 
  • Tumoren 
  • Divertikulose 
  • Verwachsungen 
  • Tumoren in Nachbarorganen (z.B. Uterustumor, Ovarialtumor) 
  • Schmerzbedingter Stuhlverhalt (Perianalthrombose, Rektumprolaps, Analfissur) 
  • Neurologische Störungen (z.B. Morbus Parkinson) 
  • Medikamente (z.B. Opiate)

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