Die Brennnessel als Heilpflanze

17 Mai 2014

Die Brennnessel als Heilpflanze

Wer kennt sie nicht, die Brennnessel, die sich überall am Wegesrand und auf den Wiesen ausbreitet und allgemein als Unkraut ansehen wird. Doch ihre zahlreiche Gesundheitswirkungen heben diesen diese Pflanzen immer mehr aus ihrem Schattendasein heraus.

Ursächlich wird die Brennnessel bei Problemen der Haut, Muskeln und Gelenke unter anderen bei Menschen angewandt, die eine krankhafte Neigung zu Harnsäulenablagerungen haben. Die Brennnessel hilft nämlich bei der Ausscheidung derselben.

Kräuterbücher des 16. Jahrhunderts beschreiben die Pflanze hauptsächlich als Mittel gegen Wassersucht. Und schon die alten Griechen wie Hippokrates hoben besonders die harntreibenden Wirkung dieser Pflanze hervor. Auch bei Paracelsus und der Heiligen Hildegard von Bingen wird die Brennnessel als Heilmittel erwähnt.


Die Brennnessel als Heilpflanze

Aufgrund ihrer intensiven Wirkung wird die Brennnessel auch in der Homöopathie bei Hautausschlägen, leichten Verbrennungen und Sonnenbrand angewandt. Als Urtinktur wird sie von Homöopathen bei Rheuma und Gicht eingesetzt.

Die Wirkstoffe und Inhaltsstoffe der Brennnessel sind so zahlreich, dass ich sie in nachfolgender Liste zusammenfassen.



Inhaltsstoffe 
  • Mineralien und Spurenelemente vor allem Eisen, aber auch Kieselsäure 
  • Vitamine Vitamin C, B2, K1, Phyllochinon - Reguliert der Blutgerinnung, Carotinoide 
  • Flavonoide Pflanzenstoffe 
  • Organische Säuren, unter anderem Kaffeesäure und Kaffeoyläpfelsäure, Pantothensäure ist hilfreich bei der Stoffwechselaktivierung zusammen mit den oben stehenden Vitaminen 
  • Steroide : P - Sitosterin ist wirksam gegen Miktionsbeschwerden bei Prostatahyperplasie
  • Phytosterole, können den Cholesterinspiegel senken 
  • Serotonin 
  • Cholin, Azetylcholin, als Botenstoff zur Übertragung von Nervenimpulsen 
  • Triterpenne wirken antimikrobiell 
  • Bitterstoffe, regen die Gallensekretion an 

Aufgrund der zahlreichen Wirkstoffe besitzt die Brennnessel natürlich auch sein sehr breites Wirkungsspektrum. Diese finden sowohl innerlich als auch äußerliche Verwendung. Die hauptsächlichen Anwendungsgebiete der Brennnessel sind die folgenden.



Die Brennnessel als Heilpflanze


Wirkung 

Ausleitung von Schlacken und Toxinen durch Anregung des Stoffwechsels zum Beispiel in Form eines Frühjahreskur zur Blutreinigung und Nierenreinigung auch gemeinsam mit Löwenzahn als Tee oder auch als Frischpflanzensaft. Brennsesselblattpulver kann außerdem einfach in Säfte oder Wasser gerührt werden. 


Durchblutungsstörungen 

Brennnessel ist eine sehr gute pflanzliche Eisenquelle, enthält auch sehr viele Chlorophyll und ist auch für Schwangere als Rohsaft zu empfehlen 

  • Zur Förderung des Milchsekretion während der Stillzeit 
  • Rheumatismus der Muskeln und Gelenke 
  • Gicht 
  • Hautbeschwerden 
  • Ekzeme zum Beispiel nässende Stellen hinter den Ohren bei Kindern 
  • Juckende und oder allergische Hautprobleme 
  • Neigung zur Geschwürbildung bei Magen, Darm, Mund und Lippen 
  • Leberleiden 
  • Gallenleiden 
  • Verdauungsstörungen : Verstopfung, Durchfall, Völlegefühl, Blähung 
  • Hämorrhoiden 
  • Verhütung von Nierensteinen und Harnsteinen 
  • Verschleimung der Atmungsorgane 
  • Milde Anregung der Nierentätigkeit 
  • Unterstützend bei Prostatabeschwerden und Harnwegbeschwerden 


Berühmt ist die Brennnessel auch als natürliches Stärkungsmittel bei Haarproblemen der verschiedensten Art : Zur Anregung der Haarwachstums in Form von Haartinkturen und durch den Verzehr von Brennsesselsamen. Bei fettiger Kopfhaut und bei Schuppe als Bestandteil von Shampoos oder als Haarwasser zum Beispiel Brennsesseltee. Gegen das Ergrauen der Haare innerlich und auch äußerlich als Frischpflanzenpresssaft angewandt 


Wichtig 

Bei der Verwendung von Brennsesselkraut ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens 2,5 Liter stillem Wasser zu achten. 


Die Brennnessel als Heilpflanze


Brennnessel Dosierung

Brennnesselkraut und -blätter werden vorrangig in Form von Tee aufgenommen. Die Pflanze ist als Filterbeutel, aber auch als Bestandteil zahlreicher Teemischungen (Blasen- und Nierentees) erhältlich. Daneben kann man das Kraut und die Blätter auch als Mono- oder Kombinationspräparate in Form von Tropfen, Bonbons, Dragees und Kapseln einnehmen. Die Wurzel wird weniger als Tee, sondern mehr in Form von Filmtabletten und anderen den Trockenextrakt enthaltenden Zubereitungsformen eingenommen. Einige Kombinationspräparate der Gruppe Urologika enthalten ebenfalls Brennnesselwurzel. Die mittlere Tagesdosis beträgt, soweit nicht anders verordnet, 8-12g Brennnesselkraut/ -blätter bzw. 4-6g Brennnesselwurzel.


Brennessel Zubereitung

Zur Zubereitung eines Tees aus Brennnesselkraut werden 1,5 g des fein geschnittenen Krautes (1 Teelöffel entspricht etwa 0,7g) entweder mit 250 ml kochendem Wasser übergossen oder mit kaltem Wasser angesetzt und kurz aufgekocht. Nach 10 Minuten wird alles durch ein Teesieb gegeben. 

Zur Anwendung als harntreibendes Mittel kann mehrmals täglich eine Tasse des Tees getrunken werden. Für einen Tee aus Brennnesselwurzel werden 1,5g der grob gepulverten Wurzel (1 Teelöffel entspricht 1,3g) mit kaltem Wasser angesetzt, etwa 1 Minute gekocht und nach 10 Minuten abgeseiht. 

Bei bestehenden Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme) infolge einer eingeschränkten Herz- oder Nierentätigkeit sollte keine Durchspülungstherapie mit Brennnesselkraut/ -blättern durchgeführt werden. Bei Brennnesselwurzel existieren derzeit keine Kontraindikationen. 

Bei der Durchführung einer Durchspülungstherapie muss auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr ( mindestens 2 Liter / Tag ) geachtet werden. Liegt eine Vergrößerung der Prostata vor, muss regelmäßig ein Arzt zur Kontrolle des Wachstums aufgesucht werden. Wenn Sie im Urin Blut finden, bei Fieber und anhaltenden Beschwerden über einen Zeitraum von mehr als 7 Tagen sollte ebenfalls ein Arzt aufgesucht werden. 


Brennnessel Wirkung

Die harntreibende Wirkung der Blätter geht vor allem auf den relativ hohen Gehalt an Mineralstoffen wie Kalium zurück. Diese verbleiben zu einem großen Teil im Harn und ziehen Wasser mit sich (osmotische Wirkung). Dies führt, jedoch nur bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr, zu einer vermehrten Harnausscheidung. Die entzündungshemmende (antiphlogistische) Wirkung der Blätter/des Krautes ist vor allem auf die Caffeoyläpfelsäure und die ungesättigten Fettsäuren zurückzuführen, die verschiedenste Entzündungszellen und Entzündungsvermittler in ihrer Aktivität hemmen. Die Brennhaare injizieren bei Berührung Histamin und Acetylcholin in die Haut, was zur Quaddelbildung führt. In den Wurzeln sind vor allem die Sterole für die Wirkung verantwortlich. Diese interagieren mit verschiedenen Rezeptoren und Enzymen der Prostata, wodurch es zu einer unmittelbaren Besserung der Symptome und zur Erhöhung des Harnvolumens kommt. Ferner soll auch die Wurzel entzündungshemmende und immunmodulierende Effekte haben.



Brennnessel Nebenwirkungen

In sehr seltenen Fällen wurden bei der Einnahme von Brennnesselpräparaten leichte Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Sodbrennen, Durchfall, Völlegefühl und Blähungen beobachtet. Nach dem Trinken von Brennnesseltee aus Blättern, dem Kraut oder der Wurzel kann es in Einzelfällen zu allergischen Reaktionen wie Hautirritationen, Juckreiz, Hautausschlag und Magenreizung kommen. Brennnesselwurzel eignet sich gut zur Langzeitanwendung, da schädliche Nebenwirkungen auch bei langer Anwendung bisher nicht bekannt sind. Derzeit sind keine Wechselwirkungen mit anderen Mitteln bekannt


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